Nordic Walking-Stöcke
zum Abschnitt "Welche Stocklänge ist beim Nordic Walking die richtige?"
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Zeitgemäße Stöcke (Poles), abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse des Nordic Walking, bestehen aus einer Carbon-Glasfasermischung oder auch aus Aluminium. Längenverstellbar, stufenlos oder in 5 cm Schritten, oder auch in festen Längen (ebenfalls in 5 cm Schritten auf dem Markt), versehen mit speziellen Handschlaufen und Spitzen, zeichnen sie sich durch folgende Eigenschaften aus:
Verschleißteile:
und unter Umständen bei sehr intensivem Gebrauch
Alle Einzelteile können auch einzeln nachgekauft werden. Aus dem bisher Genannten ergibt sich eigentlich schon, warum Nordic-Walking-Stöcke ihren Preis haben. Es handelt sich um Sportgeräte, nicht um Astmaterial, das man im Wald aufgelesen hat. Nordic-Walking-Stöcke
sollen den Oberkörper stützen, die Arme möglichst wenig
belasten, die Beine entlasten, den ganzen Körper bei der Vorwärtsbewegung
unterstützen und die Koordinationsfähigkeit verbessern. Es ist also leicht zu erkennen, warum Opas Spazierstock, Skistöcke oder selbstgeschnitzte Weidenstöcke nicht so recht taugen, um damit unsere Sportart sinnvoll und effektiv zu betreiben. |
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Schnelligkeit spielt hierbei
überhaupt noch keine Rolle Der flüssige Bewegungsablauf
ist das Entscheidende.
Die Handschlaufen (sie
sollen eine Bezeichnung tragen, die den linken vom rechten Stock unterscheidet)
werden an der Hand mit Hilfe des Keils oben am Griff so fixiert, dass
der Stock bei ausgestrecktem Arm frei in der Luft hängt. Die Blutzirkulation
der Hand darf nicht behindert werden.
Formel 1 |
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Stöcke am Griff umfassen und senkrecht vor sich hin stellen. Wenn der Winkel von Oberarm zu Unterarm circa 90° beträgt, hat man die richtige Stocklänge. Der Winkel sollte jedenfalls nicht kleiner als 90° sein! Formel 2 Körperlänge x 0,66 = Stocklänge Beide
Formeln sind Anhalte! Welche Stocklänge ist beim Nordic Walking die richtige? Nicht nur an der Körperhaltung
wird ständig gefeilt, auch die Diskussion um die optimale Stocklänge
wird schon seit längerem geführt. "...Ergonomische Bewegungsflüsse
beim Nordic Walking lassen sich aus sportmedizinischer- und wissenschaftlicher
Sicht noch wesentlich optimieren..." Es stellt sich ja auch die
Frage: Ist das alles eigentlich so wichtig? Spielen fünf Zentimeter
Unterschied bei der Stocklänge eine wirklich große Rolle? Das Walkingportal hat verschiede
Verbände, Institute und Hersteller um Stellungnahme gebeten. Erwartungsgemäß haben nicht alle Adressaten geantwortet und Umfang sowie Aussagekraft waren durchaus unterschiedlich (gelinde gesagt!). Die beiden Mastertrainer Nicole
Prell und Andreas Wilhelm von Will´s Mountain (Deutsches Nordic
Fitness Institut) aus Starnberg empfehlen in ihrer Broschüre "Nordic
Walking" den Faktor 0,68 x Körperlänge. "...Dazu (zur optimalen Stocklänge, Anm. Walkingportal) möchte ich folgende Aussagen treffen:
In diese Richtung zielen auch die anderen Stellungnahmen, die wir erhalten haben. Ob es nun Mastertrainer, Basic Instructoren und Ausbilder/-innen anderer Verbände, erfahrene Walker und Walkerinnen, Verbände (INWA, DNV), Hersteller (Campra, Exel, Leki) waren, die Tendenz war eindeutig, gerade bezogen auf Anfänger. Natürlich ist entscheidend, wie jemand mit einer bestimmten Stocklänge zurecht kommt. Das läßt sich aber sicherlich nach fünf Minuten Gebrauch bei einem völligen Anfänger noch nicht so recht feststellen. Festzuhalten ist auch, dass
die bei uns eingegangenen Stellungnahmen keinen repräsentativen Querschnitt
darstellen und keinesfalls als Beweis, feste Richtschnur oder gar als
wissenschaftlich fundiert angesehen werden dürfen. Beispiel: Beide Stocklängen gibt
es so nicht zu kaufen oder einzustellen, es sei denn, man sägt sie
sich zurecht. Man muss also in jedem Fall auf- oder abrunden. Im Endeffekt
landet man bei 1,20 m bzw. 1,25 m. Ob diese fünf Zentimeter Unterschied
wirklich gravierend sind? Es kann wohl bezweifelt werden. Die Richtlinie mindestens "rechter Winkel Ober- zu Unterarm" bei senkrechter Stockhaltung ergibt die richtige Stocklänge" ist weiterhin wohl nicht verkehrt. Der DNV publiziert in seinen neuesten Ausbildungsunterlagen den Faktor 0,66. Dr. Erwin Gollner, NWO Austria, von der Nordic Walking Akademie Bad Tatzmannsdorf teilt mit, dass die Akademie dabei sei, mit einem Forschungspartner die biomechanischen Belastungen beim Nordic Walking näher unter die Lupe zu nehmen. So soll auch die Thematik der richtigen Stocklänge angesehen werden. Ergebnisse sollen auf dem Nordic Walking Kongress am 03.04.2004 in Bad Tatzmannsdorf vorgestellt werden. Nordic Walking ist eine noch
junge sportliche Bewegungsart. Spezielle fundierte wissenschaftliche Untersuchungen
sind noch spärlich gesät, wenn es denn überhaupt welche
gibt. Horst-G. Robbers Auch bei den Griffen geht die
Entwicklung weiter. Neben Kork- und Plastikgriffen gibt es inzwischen
auch ergonomisch geformte Griffe. |
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